Kunstmuseum aan zee Collecties van
de Provincie
West-Vlaanderen en
de Stad Oostende

Die Arbeit von Marie Zolamian (Beirut, 1975, lebt und arbeitet in Lüttich) funktioniert wie eine Abfolge von Sequenzen. So entsteht im Lauf der Zeit ein Korpus, das eine experimentelle Dokumentation einer fiktionalen Ethnologie darstellt, ein Experimentieren einer Auto-Verwurzelung in einer globalisierten Welt, die östliche wie auch westliche Lebensweisen, Gedankengänge und Geschichten vermischt. Marie Zolamian erklärt: "Ich versuche, mich dem Erbgut von gewählten Gemeinschaften, die mir fremd sind, anzunähern; ich hinterfrage den Begriff der Mitgliedschaft in und der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, einem Territorium. Diese "gewählten Exile" in Mikro-Gemeinschaften führen mich zu Begegnungen mit Mikro-Geschichten. Ihr gemeinsamens Merkmal besteht darin, dass sie auf einer Erzählung beruhen, einem Zeugnis, das den Einzelnen und das Kollektiv aufgrund einer subjektiven Verbundenheit mit einem Ort oder einem geerbten Objekt berührt. Und all dies lebt sich wie wiederholte Integrationsversuche, dort, wo Beziehungen – mitunter disharmonische – sich zwischen der Identität, der Tradition und der Authentizität, zwischen einem Ort und einer Kultur etablieren. Der Arbeitsprozess erarbeitet sich im Lauf einer Serie von Porträts, von Verbindungen zwischen einer Umgebung und einer Geschichte, die persönlich oder kollektiv sein kann. Jedes Porträt, jede Etappe ist das Archiv eines visuellen Werdegangs, in dem ein Unbekannter hier sich zu einem Unbekannten dort bewegt.



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28/10/2017 - 28/01/2018